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Tröstende Gedanken
von Johann Wolfgang von Goethe
Was man tief in seinem Herzen besitzt,
kann man nicht durch den Tod verlieren.
Im Nebel des Herbstes wird uns klar,
wie nah und wirklich doch alles
für unsere Augen im Moment Unsichtbare ist.
Die Liebe ist das Größte
in unserem irdischen Leben -
sie allein kann schon jetzt
alle unsere Grenzen durchbrechen -
auch die Grenze des Todes.
Wir hoffen immer, und in allen Dingen
ist besser hoffen als verzweifeln.
Auch das ist eine Kunst, ist Gottes Gabe
aus ein paar hellen Tagen
sich soviel Licht ins Herz zu tragen,
dass, wenn der Sommer längst verweht,
das Leuchten immer noch besteht.
Es nimmt der Augenblick, was Jahre geben.
Und Tränen fließen gar so süß,
erleichtern mir das Herz.
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